
Als Wechseljahre oder Klimakterium bezeichnet man die Lebensphase in der Regel zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr der Frau. Dank des medizinischen Fortschritts und der längeren Lebenserwartung befinden sich Frauen in den Wechseljahren heute in der Mitte des Lebens. Diese Zeit ist der Wechsel in ein neues Lebensgefühl. Oder anders gesagt: Nach den Wechseljahren beginnt noch ein volles Drittel des Lebens. Die Ursachen der Wechseljahre liegen im natürlichen Lebensprozess und den damit verbundenen hormonellen Umstellungen. Beim Klimakterium handelt es sich also genau gesagt um einen physiologischen Umstellungsprozess des Körpers.
Mit dem Ende der Fruchtbarkeit stoppt auch der hormonelle Zyklus, der Jahrzehnte lang den Biorhythmus und das Lebensgefühl der Frau maßgeblich mit bestimmt hat. Solange eine Frau fruchtbar ist, reifen in den Eierstöcken kontinuierlich Eier heran, die befruchtungsfähig sind. Das Heranreifen und die Möglichkeit, schwanger zu werden, wird durch Geschlechtshormone gesteuert, die in den Eierstöcken gebildet werden. Die wichtigsten Hormone sind das Östrogen und das Progesteron (Gelbkörperhormon).
Im normalen Zyklus ist der Gelbkörper für die Produktion von Progesteron zuständig. Mit Beginn der Wechseljahre sinkt der Progesteronspiegel im Blut, nach einigen Jahren wird auch weniger Östrogen gebildet. Am Anfang der Wechseljahre führt der Mangel an Progesteron noch nicht zum völligen Wegfall der Menstruation. Typisch sind in dieser Zeit unregelmäßige Zyklen und verstärkte Blutungen.
Die Funktion der Eierstöcke geht langsam zurück und wird schließlich ganz eingestellt. Erst, wenn als Folge dieses Prozesses auch die Östrogen-produktion ausfällt, bleibt die Regelblutung aus. In diese Zeit fällt auch die letzte Regelblutung, die als Menopause bezeichnet wird. Da es während der Wechseljahre zum Verlust des Eisprungs kommt, bildet sich auch kein Gelbkörper mehr.
Wenn mindestens ein Jahr lang auch keine spontane Regelblutung mehr eintritt, ist die fruchtbare Lebensphase einer Frau normalerweise endgültig abgeschlossen. Während dieser Umstellungsphase treten bei rund 60-70% der Frauen unangenehme Beschwerden unterschiedlicher Stärke auf. Bei 30 Prozent sind sie so schwer, dass sie ihr Wohlbefinden stark beeinträchtigen oder sogar behandelt werden müssen.
Die Wechseljahre und ihre Folgen sind nichts, was plötzlich auftritt. Sie gehorchen körperlichen Abläufen, die in Prämenopause, Perimenopause mit Menopause und Postmenopause unterteilt werden. In dieser Zeit verändert sich der Hormonhaushalt, bis er ein stabiles Niveau erreicht.
In der Prämenopause (prä = vor) nimmt die Produktion von Progesteron langsam ab bis zur Menopause (men = Monat und pauein = aufhören). Während der Prämenopause treten immer noch Blutungen auf. Diese werden zunehmend unregelmäßiger, weil nur noch selten ein Eisprung stattfindet. Die Prämenopause liegt meistens zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr und verläuft ohne die typischen Beschwerden der Wechseljahre. Erbliche und körperliche Faktoren wie Ernährung, Größe, Gewicht und Fettverteilung sowie psychische Belastungen und soziale Aspekte beeinflussen den Beginn der Wechseljahre.
Die meisten Frauen bekommen im Alter zwischen 49 und 55 Jahren ihre letzte Regelblutung – die Menopause. Aber auch in dieser Phase können äußerliche Faktoren den Zeitpunkt beeinflussen: Manche Frauen haben noch mit 55 Jahren regelmäßige Monatsblutungen, bei einigen kommt es schon mit Mitte 40 zu Regelschwankungen bis hin zum Ausbleiben der Menstruation.
Ob es wirklich die letzte Blutung war, lässt sich rückblickend erst sagen, wenn mindestens ein Jahr lang keine Regelblutung mehr aufgetreten ist. Falls trotz des Eintretens der Menopause nach mehr als einem Jahr noch einmal Blutungen auftreten, sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. In den meisten Fällen kann er die Frau beruhigen und diese postmenopausale Nachblutungen waren bloß die Folge hormoneller Nachschwankungen.
Mit „Perimenopause" (peri = herum) wird die Zeit um die Menopause herum bezeichnet. Sie beginnt ein bis zwei Jahre vor der Menopause mit dem allmählichen Rückgang der Hormonproduktion in den Eierstöcken und endet ein Jahr nach der Menopause. Sie kann sich also mit der Prämenopause überschneiden. Der beginnende Östrogenmangel in der Perimenopause kann Erkrankungen wie Osteoporose sein, die in der Postmenopause auftreten, begünstigen.
Die Postmenopause (post = nach) setzt nach der Perimenopause, etwa ein bis zwei Jahre nach der letzten Periode ein. Sie kann bis zum 65. Lebensjahr dauern und beendet die Östrogenproduktion.
In der Postmenopause werden nur noch geringe Östrogenmengen gebildet. Die Produktion des Progesterons (Gelbkörperhormon) setzt ganz aus, da nach der Menopause kein Eisprung mehr stattfindet und infolgedessen kein Gelbkörper mehr im Eierstock entsteht.
Die nachlassenden Hormonproduktionen von Östrogen und Progesteron sind damit die maßgeblichen Vorgänge in den Wechseljahren. Beim Absinken der Hormonspiegel während der Wechseljahre vermindern sich auch deren positive Effekte auf den Körper. Daher kommt es bei vielen Frauen zu den folgenden Beschwerden.
...bei Scheidentrockenheit?
Durch den sinkenden Östrogenspiegel wird die Haut der Scheide dünner, trockener, schlechter durchblutet und zunehmend empfindlich. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Juckreiz und eine erhöhte Anfälligkeit für Mikroverletzungen und Infektionen sind die Folgen. 3 von 10 Frauen leiden in der Perimenopause unter einer trockenen Scheide. Hilfe können hormonfreie Produkte (z.B. Gynomunal Vaginalgel) auf Gelbasis bieten. Sie spenden Feuchtigkeit, können die Vaginalhaut regenerieren und somit zu mehr Wohlbefinden in dieser Zeit verhelfen.
...zur Unterstützung des Wohlbefindens?
Hautpflege: Um sich auch in den Wechseljahren in seiner Haut wohl zu fühlen, bedarf es einer besonderen Pflege. Die Haut wird durch den normalen Alterungsprozess und den Östrogenmangel trockener, dünner und empfindlicher, die Durchblutung geht zurück. Der Kollagengehalt nimmt ab, die Haut verliert nach und nach an Spannkraft. Es empfiehlt sich eine Reinigung mit milden Waschlotionen, Reinigungsmilch oder unparfümierter Seife. Zur Pflege kann eine Tagescreme, Kühlcreme oder Lotion angewendet werden, die der Haut ihre schützende Fettschicht zurück geben kann. Für dünne und empfindliche Haut um die Augen ist eine spezielle Pflege nötig. Antifaltencremes können hier sowie im restlichen Gesicht, an Hals und Dekolleté oberflächliche Fältchen mildern. Mit Feuchtigkeitslotionen sollte die Haut nach dem Duschen oder Baden komplett eingecremt werden.
Bewegung: Sport in jeglicher Form sollte unbedingt auf die Liste gehören, denn er stärkt nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern schützt auch vor Krankheiten, beispielsweise am Herz-Kreislaufsystem und kann das Fortschreiten der Osteoporose entgegenwirken. Bewegung an der frischen Luft ist Fitness für Leib und Seele.
Ernährung: Eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse und Obst, wenig Fett und Zucker ist in den Wechseljahren wichtiger denn je. Denn mit der nachlassenden Produktion an Östrogenen sinkt dessen Herz-Kreislaufschutz und es steigt das Risiko, an Arteriosklerose und Osteoporose zu erkranken. Zur Unterstützung des Wohlbefindens in den Wechseljahren stehen Frauen Nahrungsergänzungsmittel (wie z.B. Gynomunal Kapseln) zur Verfügung, die mit wertvollen Zutaten Beschwerden in den Wechseljahren lindern können.