Behandlung: einfach & bequem

Allen Arten von Fußpilz ist gemeinsam, dass sie nur selten von selbst heilen. Sie lassen sich jedoch sehr einfach selbst behandeln.

Fußpilz wird in der Regel lokal durch das Auftragen von Cremes, Sprays oder Lösungen behandelt, die Antimykotika (Antipilzmittel) enthalten. Viele dieser Antimykotika haben ein breites Wirkungsspektrum und bekämpfen sowohl Fadenpilze als auch die gängigsten Hefepilze. Bekannte Wirkstoffe sind z.B. Bifonazol, Terbinafin oder Ciclopirox-Olamin. Die antimykotischen Produkte sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Wenn die Selbstbehandlung keinen Erfolg bringt, hilft ein Besuch beim Hautarzt (Dermatologen) weiter. Der Arzt kann die Erreger mit Hilfe einer Pilzkultur genau bestimmen und so zielgerichtet bekämpfen. Dazu entnimmt er eine Probe vom „aktiven Rand“ der Pilzinfektion, von der Stelle also, an der der Pilz gerade in gesundes Gewebe eindringt. Das pilzhaltige Hautmaterial gibt der Arzt in ein Plastikschälchen mit einem Nährboden, der den Pilz optimal wachsen lässt. Innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen wächst in dem Schälchen ein stattliches Pilzgeflecht, das den genauen Erreger verrät.

Bei den Erregern von Fußpilz handelt es sich meist um Fadenpilze, z.B. Trichophyton rubrum, der in 60–80 % aller Pilzkulturen nachgewiesen wird. Trichophyton rubrum ist zugleich der häufigste Erreger von Nagelpilz. Ebenfalls relativ häufig entdeckt der Arzt Erreger wie Trichophyton mentagrophytes oder Trichophyton verrucosum, die von Haustieren bzw. landwirtschaftlichen Nutztieren auf Menschen übertragen werden. Sie lassen sich in etwa 10–20 % aller Pilzkulturen nachweisen. In etwa 20 % aller Fälle enthält die Pilzkultur Hefepilze, Schimmelpilze werden nur sehr selten gefunden.

Ist der genaue Erreger bekannt, kann der Arzt ein spezifischeres Antimykotikum verschreiben oder begleitende Maßnahmen einleiten. Zum Beispiel kann es nötig sein, die Katze oder den Hund mitzubehandeln, wenn die Pilzinfektionen von einem typischerweise bei Haustieren vorkommenden Pilz ausgelöst wurde. Bei sehr ausgedehntem Pilzbefall des Körpers verschreibt der Arzt Antimykotika zum Einnehmen. Da diese Antimykotika auf den gesamten Körper wirken, können Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Antimykotika zum Einnehmen sind daher verschreibungspflichtig.

 
 
 
 

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